St. Katharinen-Hospiz besteht seit 20 Jahren

- Seinerzeit erstes stationäres Hospiz im Kreis -
Das Jubiläum wäre im Jahr 2020 ein willkommener Grund zum Feiern gewesen, denn im stationären St. Katharinen-Hospiz, das Menschen unter medizinischer wie seelischpsychologischer Begleitung ein würdiges Sterben ermöglicht, wird normalerweise viel gelebt. „Veranstaltungen und Aktivitäten für Bewohner*innen und deren Angehörige oder Freunde sind neben der medizinischen Versorgung eigentlich fester Bestandteil unseres Tagesablaufs rund ums Jahr“, erläutert Hospizleiterin Monika von Müller.

Musiker 2018„Pandemiebedingt, aber auch aufgrund mehrerer Modernisierungsarbeiten, war eine angemessene Jubiläumsfeier in unserer Einrichtung mit all den engagierten Mitarbeitenden, Ehrenamtlichen und Angehörigen leider nicht möglich“, so von Müller weiter. Dabei ist das stationäre St. Katharinen-Hospiz in Frechen vielen Angehörigen eine so große Hilfe, dass auch Familien von bereits Verstorbenen das Haus noch gerne weiter unterstützen. Von Müller. „Wir möchten nicht versäumen, uns bei all den Spendern, Ehrenamtlichen, aber auch beim Personal für das große Engagement zu bedanken. Menschen auf ihrer letzten Lebensetappe zu begleiten, Angehörige von Schwerstkranken Entlastung zu geben und sich der Aufgabe zu stellen, Leben und Sterben gleichermaßen Raum zu gewähren, ist eine große Leistung, die unsere Gesellschaft nötig hat.“

Inspiriert von der Hospizbewegung
Der Aufgabe, Pilgern Unterkunft und Verpflegung sowie Kranken und Sterbenden Pflege oder Beistand zu bieten, nahmen sich bereits im Mittelalter vor allem die Orden an. Mitte des 19. Jahrhunderts gründete die irische Nonne Mary Aikenhead von den Irischen Schwestern der Barmherzigkeit in Dublin das erste moderne Hospiz. In den USA wurden zu dieser Zeit ähnliche Einrichtungen gegründet. Das Buch der Schweizer Ärztin und Psychiaterin Elisabeth Kübler-Ross „Interviews mit Sterbenden" war der Beginn der modernen Hospizbewegung in den USA, die schließlich auch in Deutschland Anklang fand. So wurden 1983 an der Uni-Klinik in Köln die erste Palliativstation und 1985 in München  das erste stationäre Hospiz gegründet. Im Rhein-Erft-Kreis gibt es inzwischen neben einigen weiteren stationären Hospizen auch die ambulanten Hospizdienste.

terasse 3Eröffnung in Frechen im Jahr 2000: Von der Idee bis zur Umsetzung
Am 27.3.2000 wurde das stationäre Hospiz in Frechen, angegliedert an das gleichnamige St. Katharinen-Hospital, als erstes seiner Art im Rhein-Erft-Kreis, eröffnet. Die Leitung übernahm Sr. Gerlinde Bamberger, die aus ihrer praktischen Berufserfahrung im Krankenhaus heraus Hilfsbedarf für schwerstkranke Menschen und deren Angehörige erkannte. „Die Menschen fühlten sich außerhalb der medizinischen Therapien alleingelassen und hilflos“, so die mittlerweile in den Ruhestand getretene Frechenerin. „Wir, Pastor Achim Knopp, Geschäftsführer Jakob J. Schall und einige andere Mitstreiter, wollten genau für diese Leute ein schützendes Nest bauen“, erinnert sich die Mitgründerin. Die Idee zum Hospizbau begann ganz vorsichtig bereits in den 80-er Jahren durch die langjährige Betreuung onkologischer Patiententinnen und Patienten, die zunächst in einer neu gegründeten Selbsthilfe-Tumorgruppe Halt finden konnten. „Ein Schlüsselerlebnis auf Station brachte mich schließlich dazu, die Sache voran zu treiben“, berichtet Bamberger. „Eine ältere Dame, die gerade ihren geliebten Bruder durch eine schwere Erkrankung verloren hatte, kam noch einmal zu mir ins Krankenhaus. Sie war so einsam und traurig und hatte niemanden mehr, mit dem sie ihre zahlreichen Fragen und Nöte besprechen konnte. Das war die Initialzündung.“ Gemeinsam mit Pastor Achim Knopp, der ebenfalls Handlungsbedarf sah, brachten sie das Anliegen vor Geschäftsführer Jakob Schall. Der Idee des begleiteten, würdevollen Sterbens sowie der Stützung der Angehörigen, schloss dieser sich schnell an und ließ mit der Errichtung des Baus am Krankenhaus unter Einbeziehung des Krankenhausvorstandes Taten folgen. „Die finanzielle und bauliche Seite regelte Schall, die inhaltliche und personelle Gestaltung war meine Aufgabe“, erinnert sich Bamberger. So konnten bei der Eröffnung in 2000 zunächst zwei Patientinnen aufgenommen werden, die von Sr. Gerlinde und Sr. Eva Besanova sowie einer weiteren Helferin liebevoll versorgt wurden. Bamberger: „Seither wuchs die Belegung stetig an. Das Haus entwickelte sich zu einer modernen Einrichtung, in der Leben und Sterben gleichermaßen Platz haben“, so das Ergebnis. Nachdem Bamberger rund zehn Jahre mit größtem Engagement und einem tollen Team die Aufbauarbeit geleistet hatte, übergab sie in 2010 die Leitung an Sr. Monika von Müller, die das Haus seither ebenfalls mit Herzblut und Teamgeist führt.

Sr. GerlindeMenschenwürde im Mittelpunkt: Das Leiden lindern
Das stationäre St. Katharinen-Hospiz Frechen sah sich von Anfang an dem Leitgedanken der Gründerin der weltweiten Hospizbewegung verpflichtet. Von Müller: „Im Mittelpunkt unserer Arbeit stehen die Bedürfnisse und Wünsche unserer schwerstkranken Bewohner und ihrer Angehörigen. Zwar haben wir durch unsere Einbindung im Klinikverbund Erft die christlich geprägte Basis, sind aber offen für alle Menschen. Unabhängig von Geschlecht, Herkunft, Sprache, Religion oder politischer Anschauung versorgen wir jeden so, wie wir es für uns selbst wünschen würden. Nur der Mensch zählt hier.“ Die Mitarbeitenden, die Kranken und deren Angehörige sind sich bewusst, dass im St. Katharinen-Hospiz keine gezielt lebensverkürzenden oder lebensverlängernden Maßnahmen vorgenommen werden. Zur Verbesserung der Lebensqualität werden jedoch alle schmerz- und symptomlindernden Maßnahmen besprochen und vorgenommen.

Info:
Hospize finanzieren sich laut Gesetz mit fünf Prozent aus Spenden. Deshalb ist auch das St. Katharinen-Hospiz immer wieder auf Unterstützung durch Ehrenamt oder Geldspende angewiesen.

Spendenkonto:
St. Katharinen-Hospiz, Kreissparkasse Köln,
IBAN: DE27 3705 0299 0151 0005 06
BIC: COKSDE33XXX

Bild 1: (Archiv 2018): Einmal im Jahr kamen im stationären St. Katharinen-Hospiz Frechen bislang Mitarbeitende, Angehörige, Freunde und Förderer der Einrichtung zusammen, um gemeinsam der Verstorbenen zu gedenken. Ludgera Frfr. v. Eltz-Rübenach ist eine langjährige Partnerin der Frechener Einrichtung. Mit ihrem gemeinnützigen Verein „Live Music Now Köln e.V.“ bringt sie seit vielen Jahren hochbegabte Musiker auf die kleine Bühne im Hospiz. (L.i.B. Einrichtungsleiterin Monika von Müller)

Bild 2: Mit Spendengeldern konnte beispielsweise eine Terrasse gebaut werden, die gerade im Sommer gerne genutzt wird. Das Team arbeitet fortwährend daran, Verschönerungen zugunsten des Wohlbefindens der Bewohnerinnen und Bewohner vorzunehmen.

Bild 3: (Archiv): Sr. Gerlinde Bamberger brachte seinerzeit den Stein ins Rollen, der schließlich zum Bau des ersten stationären Hospizes im Kreisgebiet führte.

Kontakt Presseservice: 02235 - 47 77 19 8, mobil: 01766 1557531

Aktuelles

St. Katharinen-Hospiz besteht seit 20 Jahren

St. Katharinen-Hospiz besteht seit 20 Jahren

- Seinerzeit erstes stationäres Hospiz im Kreis -
Das Jubiläum wäre im Jahr 2020 ein willkommener Grund zum Feiern gewesen, denn im stationären St. Katharinen-Hospiz, das Menschen unter medizinischer wie seelischpsychologischer Begleitung ein würdiges Sterben ermöglicht, wird normalerweise viel gelebt. „Veranstaltungen und Aktivitäten für Bewohner*innen und deren Angehörige oder Freunde sind neben der medizinischen Versorgung eigentlich fester Bestandteil unseres Tagesablaufs rund ums Jahr“, erläutert Hospizleiterin Monika von Müller.

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Liebe Angehörige, liebe Freunde und liebe Förderer unserer Einrichtung,

Liebe Angehörige, liebe Freunde und liebe Förderer unserer Einrichtung,

das Jahr 2020 hat uns alle im St. Katharinen-Hospiz vor große Herausforderungen gestellt. Nicht nur, weil die Corona-Pandemie einige Sonderanstrengungen erforderte. Hinzu kamen auch unerwartete Baumaßnahmen, die sowohl wegen defekter Wasserrohleitungen als auch aufgrund diverser Brandschutzmaßnahmen sowie Technikerneuerungen erfolgten mussten.

Die Herausforderungen konnte das gesamte Team unter Inanspruchnahme Ihrer Geduld bewältigen. Wir entschuldigen uns für den Lärm und die Unruhe während dieser Zeit und sind - ebenso wie Sie sicher auch - froh, wenn jetzt wieder Ruhe einkehrt.

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Gedenkgottesdienst im stationären St. Katharinen-Hospiz fällt aus

Gedenkgottesdienst im stationären St. Katharinen-Hospiz fällt aus

Es ist seit vielen Jahren gute Tradition im Frechener St. Katharinen-Hospiz, Angehörige sowie Freunde und Förderer der Einrichtung einmal im Jahr zu einem musikalisch- besinnlichen Nachmittag einzuladen. Dieser wird im Gedenken und zu Ehren der Verstorbenen im Hospiz alljährlich geschätzt und gerne angenommen.

Corona-bedingt ist dies derzeit mit Gästen vor Ort leider nicht möglich. „Wir werden die Verstorbenen unseres Hauses dennoch nicht vergessen und ihr Andenken bewahren“, teilt Sr. Monika von Müller, Einrichtungsleiterin mit. „Wir bitten Sie um Verständnis und hoffen, dass wir unsere Tradition im nächsten Jahr wie gewohnt wieder aufnehmen können. Bis dahin wünschen wir Ihnen: Bleiben Sie gesund!“

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Kontakt

Telefon: 02234 276710
Fax: 02234 276713
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